Hélène Claire Maréchal gelingt das Kunststück, einen über 300 Jahre alten Skandal von Toulon auf beklemmend aktuelle Weise lebendig werden zu lassen. Die Affäre Cadière-Girard ist weit mehr als eine historische Tragödie; es ist eine psychologisch dichte Auseinandersetzung mit den Themen Glauben, weibliche Hysterie und Machtmissbrauch. Besonders die inneren Monologe von Catherine und Pater Girard, sowie die zynische Rolle des Propagandisten Ricard, machen dieses Buch zu einem fesselnden Leseerlebnis. Es ist ein Muss für alle, die sich für die Schnittstelle von Religion, Politik und früher Mediengesellschaft interessieren. Ein brillantes Werk, das lange nachhallt.
Carl Mannhart
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